is moers jazz a festival?
- Serie: Jazzatlas Ruhr
Jährlich pilgern tausende Musikliebhaber aus dem In- und Ausland in das sonst eher beschauliche Moers, um eines der größten Jazz-Events Deutschlands zu erleben. Die Besucher des Jazzfestival Moers stellen sich dabei sicherlich eher selten die Frage: Was hat Moers wohl davon? Manch ausländischer Besucher wird hinter dem Namen nicht einmal eine Stadt vermuten. 2010LAB.tv stellt im Video den ausländischen Gästen, musikalischen Akteuren und Festivaltreibenden die Frage: Was ist Moers überhaupt?
Seit gestern ist es offiziell: Der Vertrag von Reiner Michalke, seit 2006 Leiter des Moerser Jazzfestivals, wurde verlängert. In der kommenden 40. Auflage soll das Festival 2011 von vier auf drei Tage verkürzt werden. Der knappe Finanzetat der Stadt wurde im Mai 2010 zum Anlass genommen, erneut alle Bestandteile des Festivals radikal in Zweifel zu ziehen. So wurde erwogen, ab 2011 alle Camper an der Finanzierung zu beteiligen oder den Pfingstmontag zu streichen. Ungeachtet der nun beschlossenen zeitlichen Beschränkung wird sich Festivalleiter Michalke weiterhin seinem Auftrag widmen, "ein scharfes und kontroverses Profil für das Festival zu entwickeln". Im Interview mit dem WDR-Journalisten und 2010LAB.tv-Autor Michael Rüsenberg, nennt Michalke das Festival „ein externes Ereignis, das im Selbstverständnis der Bevölkerung gar nicht mehr wegzudenken ist - und gleichzeitig mit den Leuten gar nichts zu tun hat“.
Es bleibt die Frage, welchen Nutzen Moers als Standort von dem Festival hat und ob die Marke "Moerser Jazz-Festival" die Stadt mehr kostet, als dass es der kommunalen Wirtschaft einbringt.
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was kostet das jazz festival der stadt moers?
Klar kostet das Jazz Festival, aber andere Veranstaltungen kosten noch viel mehr, d.h. sind wesentlich unrentabler. Das meint nicht absolute mehr Kosten, sondern das Verhältnis von Kosten und Mehrwerte. Bei gleichen Kosten gibt es kein Event in Moers, dass größere Mehrwerte schafft als das Jazz Festival. Jede Firma würde das gezielt ausbauen - das Problem dabei: Nicht jeder Mehrwerte des Festivals landet in der Kasse der Stadt, die aber den Hauptteil der Kosten trägt. Ein ökononisch altes und langweiliges Phänomen - das kennt jeder Kurort, der eine Megainfrastruktur vorhält, die viele kostenlos nutzen. Daher wurde die Kurabgabe eingeführt, um alle zu beteiligen. Also: Es braucht die Festival-Abgabe in Moers - so zumindest der kulturwirtschaftliche Tipp. Doch dafür braucht es künstlerische Qualität ! Ohne Qulität gibt es keine Mehrwerte....mal in den Worten des Kämmerers. Der Jazz Fan sagt einfach: Ich komme oder ich komme nicht.
"Es bleibt die Frage, welchen
"Es bleibt die Frage, welchen Nutzen Moers als Standort von dem Festival hat und ob die Marke "Moerser Jazz-Festival" die Stadt mehr kostet, als dass es der kommunalen Wirtschaft einbringt. "
Es bleibt die Frage welchen nutzen so eine Frage hat....ein Festival für improvisierte,neue und experimentelle Musik nach wirtschaftlichen und kommunalpolitischen Gesichtspunkten zu bewerten scheint mir doch arg unangemessen....
Cutting Edge
Dank Moers - dem Festival für improvisierte Musik!