Westwärts – Theatertreffen soll für neue Impulse sorgen
- Serie: Kunst
Das NRW-Theatertreffen Westwärts in Wuppertal ist mehr als die Krönung der herausragenden Bühnenproduktionen des Landes. Das städtische Schauspielhaus steht exemplarisch für den landesweiten Überlebenskampf der Theater. Im Gespräch stellt Peter Kampmann vom Kulturministerium NRW auch die Frage nach der veränderten Rolle des Theaters in den Städten.
Im Juni wird Wuppertal eine Woche lang zum Zentrum der nordrheinwestfälischen Theaterlandschaft. Unter dem Titel Westwärts werden dann täglich, herausragende Produktionen der Landestheater in das Opern- und Schauspielhaus geholt, aber auch quer durch die Stadt soll es Angebote der Theaterschaffenden geben. Am Montag stellten die Verantwortlichen das Festivalkonzept in Wuppertal vor. Finanziert wird das Theatertreffen mit knapp 200.000 Euro zu einem großen Teil von der Landesregierung.
Präzedenzfall für Stadt- und Landestheater in NRW
Am 12. April wird die Auswahl der Theaterstücke zusammen mit dem Festivalprogramm bekannt gegeben. Die Wahl auf Wuppertal als Ausrichtungsort des Theatertreffens fiel nicht ohne Hintergrund. Durch den harten Sparkurs seines Stadtrates, der die Existenz des Wuppertaler Schauspielhauses bedroht, ist Wuppertal seit langem in den Medien präsent. Es gilt bundesweit als Präzedenzfall für die 19 Stadt- und Landestheater in NRW, von denen viele mit einer schwierigen finanziellen Situation konfrontiert werden. Mit Engagement, und unterstützt von einer breiten Öffentlichkeit kämpfen sie seit Monaten um ihr Überleben.
Theaterkonferenz soll Impulse aktivieren
Mittlerwe
ile hat die neue Landesregierung in NRW eine Erhöhung ihrer Unterstützung für die Theater von 4,5 Millionen Euro angekündigt. Dass das nicht reicht, ist den Politikern klar. Eine Theaterkonferenz soll der Regierung Vorschläge machen dürfen, wer von dem Geld profitiert. Entwicklungen aufzeigen, Impulse geben und neue Publikumsschichten für das Theater gewinnen – das ist das Ziel des Theatertreffens.
Filmproduktion Siegersbusch, Wuppertal
Kamera: Grischa Windus
Schnitt: Rene Jeuckens
Text: Jan Filipzik
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