Niederländische Gastgastgeber machen keinen Halt vor Fassaden und sozialen Strukturen

Niederländische Designer, sieben leer stehende Wohnungen und die Diakonie Dortmund ergeben das Projekt GastGastgeber im Rahmen der Ruhr.2010. Die Wohnungen in der Moellerstrasse in Dortmund wurden renoviert und von Gilian Schrofer mit niederländischem Design ausgestattet. GastGastgeber hat sich bewusst dafür entschieden, niederländisches Design nicht in einem Museum oder einer Galerie zu präsentieren, sondern in einem alltäglichen Kontext. Denn in den Arbeiterwohnungen in Dortmund kann niederländisches Design nicht nur betrachtet werden: Drei Monate lang können Ruhr.2010-Besucher das Gästehaus buchen und dort übernachten.

Die Wohnung könnten als Ode an ein Jahrhundert niederländisches Design verstanden werden. Die Ursprünge des modernen niederländischen Design liegen unter anderem in Strömungen vom Beginn des 20. Jahrhunderts, als niederländische Designer und Architekten gut gestaltete Produkte und Wohnraum breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich machten. In dieser Tradition der Verwobenheit von Design und sozialen, gesellschaftlichen Strukturen bringt Gilian Schrofer nun Farbe in den grauen Arbeiterstadtteil Dortmunds, da sein Farbkonzept für die Gestaltung der Wohnungen nicht beim Innenraum Halt macht, sondern auch die Außenfassade miteinbezieht.

2010LAB.tv war bei der Eröffnung des zweiten GastGastgeberprojektes in Dortmund dabei und sprach mit dem Intendanten von Gastgastgeber Hans Venhuizen. Wie auch bei dem ersten Projekt in Oberhausen , geht es um die Kooperation zwischen Niederlande und Deutschland. Dem Nachbarland wird Deutschland als Plattform geboten, um selber während des Kulturhauptstadtjahres als Gastgeber aufzutreten.

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So, 01.08.2010 0

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29.11.2009

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Metropole Ruhr
Mehr als 5 Millionen Einwohner erleben zurzeit, wie ihr postindustrielles Ruhrgebiet im Westen Deutschlands sich zum spannenden europäischen „place to be“ wandelt. Eine werdende Metropole im Selbstfindungsprozess nach der Kulturhauptstadt 2010. Besondere Kennzeichen: Industriekultur als Teil des kollektiven Gedächtnisses – und als inszeniertes Massenereignis.

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