
Tobias Daniel Wabbel erforscht die ungelösten Fragen des Lebens
Sind wir allein? Wurde das Universum für uns erschaffen, oder ist unser Universum nur eines von unendlich vielen Welten? Vielleicht leben wir auch in einer universellen Simulation, wie der Philosoph Nick Bostrom glaubt, und der freie Wille ist in Wirklichkeit nur ein Teil davon, wie etwa in dem Film Matrix.
Das sind die existenziellen Fragen, die den Essener Autor Tobias Daniel Wabbel umtreiben. Es sind die naturwissenschaftlich-philosophischen Themen, die den studierten Journalisten faszinieren, so wie SETI – Search for Extraterrestial Intelligence, die Suche nach Radiosignalen außerirdischer Zivilisationen, nach fremden Intelligenzen im All. „Zur Zeit stellt SETI die einzige Möglichkeit dar, unsere kosmische Isolation zu beenden”, erklärt Tobias Daniel Wabbel. „Mich interessiert die Frage, ob wir allein sind, seit Kindesbeinen. Ich verfolge die Forschungsentwicklung des SETI-Programms mit großer Spannung. Hier ist es für mich als Autor wichtig, auf die Gefahren SETIs hinzuweisen. SETI ist meines Erachtens High-Risk-Forschung, die Folgen eines Kontakts sind bei weitem nicht genügend ausgelotet worden. Dennoch ist das Projekt notwendig, um die größte Menschheitsfrage zu beantworten. Der Konflikt ist also programmiert.”
Doch SETI ist nur ein Interessenschwerpunkt des Journalisten, der hauptberuflich in der Übersetzungsbranche als Lektor arbeitet. Vor allem über seine Beschäftigung mit dem Templerschatz des Ordens der Tempelritter hat sich Tobias Daniel Wabbel einen Namen gemacht. Für sein Buch Der Templerschatz hat er sich auf die Suche nach dem Schatz begeben und hat dafür in mehr als zehn Jahren 80.000 Kilometer zurückgelegt. „Die Mission der Templer bestand darin, nach Reliquien im Heiligen Land zu suchen und sie zu sichern – darunter auch die Bundeslade”, ist Tobias Daniel Wabbel sicher. „In meinem Buch beweise ich, dass die Templer die Lade fanden und nach Frankreich überführten.”
Tobias Daniel Wabbel interessiert alles Ungewöhnliche und Rätselhafte. Aber er unterscheidet streng zwischen Fiktion und Non-Fiktion: „Als Journalist und Sachbuchautor muss ich mich an die historischen Fakten halten. Doch die Rätsel der Geschichte zu erforschen, kann manchmal spannender und phantastischer sein als jede Fiktion. So war es ja auch bei meinem Buch Der Templerschatz. In einem Wissenschaftsthriller kann ich mich fiktional austoben und all die erzählerischen Freiheiten genießen. Als Thrillerautor bin ich bestrebt, spannende und furchteinflößende Geschichten zu schreiben, die den Leser nicht mehr loslassen. Ich wuchs mit Autoren wie Michael Crichton auf, der gerne die Gefahren der Technologie aufzeigte, wie beispielsweise in Jurassic Park oder Timeline. Michael Crichton ist mein Vorbild. Dabei ist es jedoch nicht nur ein Ziel, auf die Gefahren von Technologie hinzuweisen, sondern auch die gehörige Portion Angst dazu zu liefern. Deswegen würde ich Stephen King als mein zweites großes Vorbild neben Michael Crichton angeben.”
Tobias Daniel Wabbels Interesse an naturwissenschaftlich-philosophischen Themen entstand schon im Alter von neun Jahren durch die Fernsehserie „Unser Kosmos” von Carl Sagan. „Sie brachte mir das Universum näher. Und als ich Edgar Allan Poe gelesen habe, wollte nur noch Schriftsteller werden. Später habe ich Steven Spielbergs Unheimliche Begegnung der dritten Art und Stanley Kubricks 2001 gesehen. Von da an wusste ich, dass ich den Rest meines Lebens von der Frage fasziniert sein würde, ob die Menschheit allein ist im Universum.” Ein weiteres seiner Schlüsselerlebnisse war 1994 der erste Besuch in der Kathedrale von Chartres. Dort wurde seine Faszination für die gotischen Kathedralen, den Templerorden und das Mittelalter geweckt.
„Schön wäre es schon”, schwärmt Tobias Daniel Wabbel, „irgendwann nur noch schreiben zu können, aber bis dahin ist es noch ein sehr langer, steiniger Weg. Schreiben ist harte Arbeit, doch es gibt keine schönere und erfüllendere Tätigkeit in meinen Augen.”
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„Schön wäre es schon”, schwärmt Tobias Daniel Wabbel, „irgendwann nur noch schreiben zu können, aber bis dahin ist es noch ein sehr langer, steiniger Weg. Schreiben ist harte Arbeit, doch es gibt keine schönere und erfüllendere Tätigkeit in meinen Augen.”
Foto: Dr. Anja Gerritzen/Tobias Daniel Wabbel
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