SonarCities - Kreativquartier Oberhausen 2

In der 2. Episode aus dem Spätherbst/Winter 2010 berichtet Sonarcities von den Aktivitäten der FROK Initiative (Freie Oberhausener Kreativwirtschaft e.V.) und ihrer frisch bezogenen Kreativ-Etage, den urbanen Interventionen und herausragenden Installationen der Kitev Mannschaft im Turm des Oberhausener Hauptbahnhofs, vom Oberhausener Kulturtransport, einer ungewöhnlichen Veranstaltungsreihe in öffentlichen Verkehrsmitteln, vom Get Away Theaterprojekt der geheimagentur mit der Theaterspielwerkstatt Migration vom Theater Oberhausen, einem Migrations-Crashkurs für auswanderungswillige Oberhausener und postet eine weitere Passagenkolumne von Robert Bossard, eine improvisierte Meditation über die Zukunft Oberhausens in mehreren Versionen.
 

Strukturwandel


Kohle und Stahl bildeten in Oberhausen über Generationen das wirtschaftliche Fundament. Die Krise der Montanindustrie führte zwischen 1962 und 1997 zum Verlust von zirka 47.000 Arbeitsplätzen in Bergbau und Produktion.

Mit der Schließung des Elektrostahlwerks gleich neben dem CentrO im Dezember 1997 und der Stilllegung des Nordschachtes der ehemaligen Zeche Osterfeld nur wenige Wochen später, verabschiedete sich die Schwerindustrie komplett aus Oberhausen.

Die „Neue Mitte Oberhausen“


In den 1990er Jahren entstand auf dem ehemaligen Industriegelände der Gutehoffnungshütte, später Thyssen, als weiteres Stadtzentrum die „Neue Mitte Oberhausen“ (CentrO). Durch städtebauliche Maßnahmen, die Ansiedlung von modernen Dienstleistungs- und Industrieunternehmen und durch umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur, wurde ein Strukturwandel vom Industriestandort zum Dienstleistungs- und Tourismusstandort vollzogen. Überregional bekannt wurde auch das Wahrzeichen der Stadt, der Gasometer.

Trotz solcher Publikumsmagneten ist Oberhausen eine der am höchsten verschuldeten Städte Deutschlands. Oberhausen hat nun seine (alte) Innenstadt, die unter der wirtschaftlichen Anziehungskraft der Neuen Mitte leidet, zum Kreativquartier deklariert.

Leerstehende Ladenlokale sollen von Künstlern und Kreativen neu genutzt werden und dadurch eine Neubelebung der Innenstadt bewirken. Insbesondere in Zusammenarbeit mit Kreativen aus den Niederlanden soll die Zukunft der Innenstadt wieder neu erfunden werden.
 

Über Sonarcities

Sonarcities zeigt die Entwicklung der Kreativ.Quartiere als interaktives, multimediales Hybrid. Angelegt als künstlerische Langzeitdokumentation in mehreren Episoden, thematisiert das Projekt den urbanen Prozess verschiedener Kreativquartiere im Hinblick auf die Entwicklung der Kreativwirtschaft im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010.



Fotos: Jorbasa (Foto 1), mararie (Foto 2).
 

Di, 21.12.2010 0

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29.10.2010

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