
Schwingungen - ein Schiffshornkonzert in Herne
- Serie: Kunst
Ein außergewöhnliches Konzert mit klingenden Schiffshörnern und tanzenden Betonpumpen am Rhein-Herne-Kanal: Von drei Inseln waren die Klang-Maschinen zu hören. Dazu bewegten sich die Arme der Betonpumpen in einer Art Verneigung.
Als an der Schleuse Wanne-Eickel Schiffsshörner zu Musikinstrumenten wurden und riesige Betonpumpen das Tanzen lernten, fand der KulturKanal sein großes und eindrucksvolles Finale. Zum Ausklang der Projekte konnten sich die Gäste auf ein außergewöhnliches Konzert freuen: Der Klangkünstler Christof Schläger ließ am Freitag riesige Betonpumpen tanzen und schneckenartige Klanghörner futuristisch klingen.
Der perfekte Ort für die Uraufführung von SCHWINGUNGEN ist für Christof Schläger die Industrielandschaft am Kanal. "Es ist einfach eine unvergleichliche Atmosphäre mit den Brücken, Eisenbahnen, Schleusen und all dem Metall. Das allein hat schon eine große ästhetische Qualität", schwärmt Schläger. Und nichts repräsentiert dies besser, als die Umgebung einer Schleuse: "Ich möchte das Ruhrgebiet in eine Klanglandschaft verwandeln und zwar an einem Ort, der es kennzeichnet", beschreibt Schläger seine Idee, an deren Umsetzung er bereits seit drei Jahren feilt. Das Gesamtkunstwerk aus Klangobjekten, Maschinenbewegung, Lichtinszenierung und Pyrotechnik integriert sich in schwarz aufgetürmte Kohleberge und grüne Wiesen der Industrielandschaft. Die ursprünglich technischen Signalgeber von Schiffen erzeugen eine hohe Lautstärke, die ein musikalisches Spiel mit der Struktur der Landschaft erlaubt. Wenn die Dämmerung hereinbricht, erwacht das Betonpumpenballett. Die an Insektenarme erinnernden Pumpen bewegen sich filigran und begleiten die Musik der Hörner. Positioniert entlang des Rhein-Herne-Kanals bewegen sie sich zum Rhythmus einer Klangkomposition der niederländischen Künstlerin Marjon Smit. Neben diesem optischen Ereignis kommt das akustische Ereignis hinzu: Bewegen sich die Besucher am Kanal entlang, können sie an jedem anderen Standort ein neues Hörelebnis genießen. Denn durch die Echos und Laufzeiten der Töne ergeben sich stets neue Kompositionen.
Und so ist auch das Stadtoberhaupt von Herne, Herr Oberbürgermeister Schiereck, voll des Lobes: „Das Gelände wird zum ersten Mal überhaupt bespielt und man darf auf die Betonpumpendamen im Tutu gespannt sein.“, feixte er im Vorfeld der Veranstaltung.

www.christofschlaeger.de
www.kulturkanal.net
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Als an der Schleuse Wanne-Eickel Schiffsshörner zu Musikinstrumenten wurden und riesige Betonpumpen das Tanzen lernten, fand der KulturKanal sein großes und eindrucksvolles Finale. Zum Ausklang der Projekte konnten sich die Gäste auf ein außergewöhnliches Konzert freuen: Der Klangkünstler Christof Schläger ließ am Freitag riesige Betonpumpen tanzen und schneckenartige Klanghörner futuristisch klingen.
Ein gigantisches Gesamtkunstwerk mitten in der Industrielandschaft
Der perfekte Ort für die Uraufführung von SCHWINGUNGEN ist für Christof Schläger die Industrielandschaft am Kanal. "Es ist einfach eine unvergleichliche Atmosphäre mit den Brücken, Eisenbahnen, Schleusen und all dem Metall. Das allein hat schon eine große ästhetische Qualität", schwärmt Schläger. Und nichts repräsentiert dies besser, als die Umgebung einer Schleuse: "Ich möchte das Ruhrgebiet in eine Klanglandschaft verwandeln und zwar an einem Ort, der es kennzeichnet", beschreibt Schläger seine Idee, an deren Umsetzung er bereits seit drei Jahren feilt. Das Gesamtkunstwerk aus Klangobjekten, Maschinenbewegung, Lichtinszenierung und Pyrotechnik integriert sich in schwarz aufgetürmte Kohleberge und grüne Wiesen der Industrielandschaft. Die ursprünglich technischen Signalgeber von Schiffen erzeugen eine hohe Lautstärke, die ein musikalisches Spiel mit der Struktur der Landschaft erlaubt. Wenn die Dämmerung hereinbricht, erwacht das Betonpumpenballett. Die an Insektenarme erinnernden Pumpen bewegen sich filigran und begleiten die Musik der Hörner. Positioniert entlang des Rhein-Herne-Kanals bewegen sie sich zum Rhythmus einer Klangkomposition der niederländischen Künstlerin Marjon Smit. Neben diesem optischen Ereignis kommt das akustische Ereignis hinzu: Bewegen sich die Besucher am Kanal entlang, können sie an jedem anderen Standort ein neues Hörelebnis genießen. Denn durch die Echos und Laufzeiten der Töne ergeben sich stets neue Kompositionen.
Und so ist auch das Stadtoberhaupt von Herne, Herr Oberbürgermeister Schiereck, voll des Lobes: „Das Gelände wird zum ersten Mal überhaupt bespielt und man darf auf die Betonpumpendamen im Tutu gespannt sein.“, feixte er im Vorfeld der Veranstaltung.

www.christofschlaeger.de
www.kulturkanal.net
Fotos: Christof Schläger
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Di, 05.10.2010
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