
Nieder mit dem Kapitalismus! (Teil 3: Ich)
Nieder mit mir!
Ich bin der Bösewicht, der Schuft, der Schelm, das Ekel.
Alle Sünden der Gegenwart lauern genauso in mir.
Stichwort: Selbststigmatisierung.
Alle Sünden der Gegenwart lauern genauso in mir.
Stichwort: Selbststigmatisierung.
Alle Sünden zu mir, Leid her, alles her, alle Widersprüche in mich, mir ist langweilig. Ich bin bester Herkunft. Die gute Erziehung macht mich zum Inbegriff der Grausamkeit, denn ich bin integriert, bis ins kleinste, perfekt integriert.
Welch Glück, ich könnte jauchzen und springen vor Freude, denn ich bin inkarniertes gesellschaftliches Kapital. Mein Prinzip, der Wunsch alles vorhandene zu reproduzieren, gut zu heißen und verbessern zu wollen, nach den inherenten Kriterien macht mich...
Oh, plötzlich fühl ich mich ausgeschlossen. Meine Kriterien haben ja gar keinen Belang. Und die Kriterien anderer zu erfüllen macht mich nicht glücklich.
Was mache ich denn da? Ich gründe eine Firma. Ja, nicht im eigentlichen Sinne. Eine Sekte- nein, ohne Sanktionen und Glücksversprechen, naja, nicht ganz. Eine Crew- ach, HipHop ist doch sowas von am Ende. Eine Bewegung- ja, viel Glück du Spinner. Die Weltrevolution- einmal mit Konfetti bitte, los, los, los! Aber, ich...
Bin an allem Schuld!
Ich bin das System!
Ich bin die Kulturindustrie!
Ihr seid die Kulturindustrie!
Ist das nicht deutlich? Das ist Literatur, von Rang, versteht sich.
Auf, zur Nichtbeachtung.
Gruß Joscha
Nächste Termine:
Do, 28.01.2010- 21h, 0€, GoldBar, Isenbergstraße.2, Essen: Hahn von Opel – Lesung mit LiveMusik von „Szeneviertel“ aus Gelsenkirchen
Fr, 29.01.2010- 20h, 4€, EMO, Julienstr. 39, Essen: Hahn von Opel beim SLAMASSEL Poetry Slam
Sa, 30.01.2010- 20h, 0€, Zeche Zollverein, Schacht XII, Halle 12- DENKODROM, im Rahmen der Jugendkunstausstellung
Mi, 27.01.2010
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Bei Ihnen, Herr Hendricksen,
Bei Ihnen, Herr Hendricksen, lautet die Maxime Ihres pseudointellektuellen Gefasels wohl: Schreiben um des Schreibens willen. Ich erkenne beim besten Willen nicht, was Sie zu sagen haben. Außer, sich selbst auf die Schulter zu klopfen.
Herzlichst