Lebensunfähige Restaggression - die Nische in der Nische

TEIL I
Zu Recht kommen...Idealismus
 
Idealismus, sagt mensch, könne mir helfen den unbeschreiblich schönen Weg des freien Künstlers zu gehen. Nicht als projektmanagender Bohemièn (welch schöne Paradoxie...der faul-schnorrende Entrepreneur \~), sondern als post-dogmatischer Freigeist könne ich meinen Weg beschreiten. (Ein Weg, der natürlich UNSER Weg sein soll, denn alleine gibt es nur Einsamkeit $+). Ich bin also Idealist! (genauer gesagt: objektiver Idealist, zumindest jetzt gerade:-)
Ich glaube, meiner kruden Definition folgend also folgendes:
„Eigentlich ist die Welt optimal, und wenn ich die aus der Differenz zwischen Ideal und Wirklichkeit resultierende Wut in aktives Handeln umwandeln kann, beschreibe ich gleichsam einen Moment in dem die Revolution stattfindet.“ Ganz pragmatisch.
 
Revolution ist das, was ich mache, wenn ich offenen Auges das Verderben in Aktion umsetze und natürlich auch das Glück, die Liebe.
 
Aber kurz zu mir. Ich bin 27 Jahre Alt, wohne seit meiner Geburt mit kurzer Unterbrechung in Essen, der Stadt, die jetzt Kulturhauptstadt sein wird (mit dem Ruhrgebiet selbstverständlich ;-). Ich schreibe seitdem ich 12 bin, spiel Klavier seit 13, rappe seit 16, lebe seitdem ich 20 bin (frühestens). Nach allerlei Nachdenkerei hab ich für mich herausgefunden, dass das einzige, was meinem Leben Sinn verleiht ist, für die Freundschaft zu kämpfen. Da ich mit allerlei Menschen befreundet bin und sein will, die Kunst machen, kämpfe ich auch für die Kunst (dabei hauptsächlich für die meiner Freunde- global denken, lokal handeln – u know? !-)
 
Doch wie das anstellen? Es gibt da ein paar griffige Devisen, die ich nun mal versuche aus meinem Alltag abzuleiten:
 
Devise 1- Ruhe bewahren
 
Wann hast du angefangen zu leben? Das heißt: Wann hast du angefangen aktiv daran zu glauben, dass dein Leben Sinn machen kann?
Wenn du erst gestern angefangen hast, oder vorgestern oder vor einem Jahr, bedenke diese Devise:  Ruhe bewahren, denn alles wächst und wird schon. Halt dich mit Mantras über Wasser. Z.b.: Mensch erntet, was mensch säht oder (genauso biblisch ::) an den Früchten wirst du es erkennen (oder so ähnlich §-). Auf jeden Fall solltest du dich davon überzeugen, dass du nicht bald stirbst und wenn es so ist, dir eine Vorstellung von kollektivem Geist zu eigen machen, so dass du richtig Bock hast weiter zu machen, zu kämpfen. Denn nach Kampf sieht es erst einmal aus...
Wenn du jung bist, liegen die Feindbilder oder, vorsichtiger, die Reibeflächen relativ sichtbar (auch wenn manchmal irgendeiner daher kommt und sagt: „Uns gehts doch prima hier im goldenen Westen“ oder so einen ähnlichen Humbug ,-) : Eltern, Schule oder so ähnlich. Wenn alles bei dir gut ist, umso besser: eine grausame Welt erwartet dich. Es gibt genug zu tun, keine Sorge. Doch der zweite und noch wichtigere Teil der Devise „Ruhe bewahren“ impliziert einen Auftrag zum „gnadenlosen abchillen“ (Ugs.) Denn warum soll ich mich als Weltenretter auf die Welt loslassen, wenn ich der Welt nur übles will; das lohnt nicht. Also erstmal entspannen und gucken, was mensch so tun kann.
(Diesen Gedanken zu Ende zu führen, wär grad ein bisschen schwierig für mich, also später dazu...#>)
 
Für heute reicht folgendes - nun neu erdachtes - Sprichwort:
 
„Setz dich hin, gib dir ruh,
hör dir selbst beim Sprechen zu,
wenn`s dir widerlich erscheint,
ist es wohl auch so gemeint!
 
Also schimpf ruhig über dich
denn besserwissend kannst du dich
stundenlang mit dir verzetteln
und am Ende...alles retten!“
 
Wem das zu idealistisch erscheint und was das überhaupt mit subversiver Kunst, der Überschrift oder sonst etwas zu tun hat, der warte auf weiteres, mehr Devisen und auch echte Erlebnisse.
 
Lieben Gruß

Sa, 05.12.2009 0

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03.12.2009

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