Keine Regierung in NRW = Bahn frei für die Diktatur der Kunst

Hiermit ergeht eine herzliche Einladung an die symbolische Ordnung die Regierungsgeschäfte in NRW in die Hand zu nehmen. Nach den gescheiterten Koalitionsverhandlungen aller Parteien miteinander ergeben sie sich einstimmig der Diktatur der Kunst.

Jenseits jeder Parteizugehörigkeit wollen die Mitglieder des NRW-Landtags von kommenden Tag an in offiziellem Gewand fortsetzen, was bisher unter dem Mantel der Verschwiegenheit politischer (Un)Seriösität verschwinden musste: Die 4 Jahre Dauerperformance „politischer Dialog als  unmögliche Konsensfindung außerhalb partei-strategischer Machtinteressen“ soll die „Realsituation“ unserer politischen Wirklichkeit öffnen, so FDP-Kandidat Andreas Pinkwart nach dem Verkauf seiner Armbanduhr (Gucci).

Hannelore Kraft hingegen betonte die Kraft der gemeinsamen Uneinigkeit: „Wir werden uns nie auf nichts einigen, weil erstens im Landtag keine Menschen sitzen (sondern nur Politiker, anm. d. Red.) und zweitens auch keine Entscheidungen getroffen werden, sondern nur Kompromisse gemacht werden müssen, im Ernstfall mit unserer eigenen Dummheit.“

Linkspartei und Grüne sind derweil in eine Maschine eingesperrt worden. „Sie werden dann kurz vor Ende der Performance freigelassen und ich zünde eine Madonnenfigur an, das ist zeitgeistig.“ Wie zeitgeistig Jürgen Rüttgers bei diesem Statement selbst dreinblickt, müssen wir leider an dieser Stelle unerwähnt lassen.
Nur so viel sei gesagt: Kommentatoren sprechen bereits von einer Neu-Inszenierung von G. Langelaans berühmter Kurzgeschichte "Die Fliege".

Sa, 12.06.2010 1

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hervorragend herr opel

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03.12.2009

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