
Künstler, Maler, Unternehmer? --- und dann?
Komtemplation und Kunst
Mit Kunst meinen viele "bildende Kunst": das Erstellen von materiellen Werken. Die Materialität, der in Sprache manifestierten Ergebnisse ausgiebiger Kontemplation entstehenden Begriffe, wird gemeinhin nicht anerkannt. Sprache und Denken, Ich-Konstruktion und Angst scheinen zu eng verknüpft, um Komtemplation als ästhetische Praxis anzuerkennen. Ein offen geführter Dialog ist dabei, meines Erachtens, ebenso komtemplativ, wie im inneren Dialog stattfindende Denkbewegungen.
Der Künstler handelt nicht wirtschaftlich.
Zum sozialen Aspekt - so kam mir neulich (sinngemäß) zu Ohren: "Der Künstler ist nicht zur Solidarität fähig und deshalb ist er das ideale Subjekt einer neuen Wirtschaftsform." Der Künstler soll der ideale Einzelkämpfer-Unternehmer sein? Im Rahmen liberaler Religion?
Ruhe und Ausgleich, eigene Zeitrhythmen und Autonomie - wenige von vielen Aspekten, die für mich künstlerisches Schaffen ausmachen und ermöglichen, haben im materialistisch angelegten Leistungs-Wahn keinen Platz. Der Künstler ist nicht der ideale Unternehmer. Der Unternehmer wäre vielleicht Künstler, wenn er - und dies scheint mir der zentrale Punkt - darauf hinarbeiten würde, seine Arbeit zu beenden - seine eigene Überflüssigkeit anzuerkennen und für eine Sache zu arbeiten, jenseits von Sachzwängen und verdummten Scheinwahrheiten über die Natur des Menschen.
Manche Aspekte von vielem und zum Glück noch nichts zu Ende gedacht.
Links im Lab:
- Wir wollen euer Geld nicht, aber Räume für unwirtschaftliche Kreativität!
- Der Untergrund - straight gegen alles
- Manifest der Mutanten - Für dagegen!
- 2-3 Straßen - Ist es Kunst oder kann das wech?
- Herner Allroundgenie Sebastian Maier
- Creative Stage auf Zeche - Interview mit Marion Behn, Wirtschaftsförderung Bochum
- Chinas „Neugestaltung“ seiner Kultur in eine Kulturindustrie (I)
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