ix-perimentelle Kunst // ein Rap zum Thema

Darüber nachgedacht etwas über die von mir bevorzugte Schublade der Kunst zu schreiben. Kein Ergebnis. Dankbarerweise hat es mein Freund und Rap-Kollege Tarnstrand übernommen, meine Vorüberlegungen zum Begriff der ix-perimentellen Kunst in einen spontanen Rap zu fassen.

Der folgende Rap ist in Strophen von jeweils 4 Versen aufgeteilt, um das Reimschema und damit das Rap-Schema gut sichtbar zu machen. Probieren Sie es aus: einfach das Metronom auf 85bpm stellen oder den Beat Full Clip von DJ Premier hören zu dem folgender Rap-Text entstand.

Tarnstrand : IX-perimentelle Kunst

Kunst sollte nicht Kunst sein
Jeder hat einen Wunsch frei
Ganz egal, wie er es will
Es ist für jeden was dabei

Doch die Alten, Meisten die so gerne wären
Avantgarde
Reden vom Experiment,
Als ob das irgendwas sagt

Doch das Experiment
Hat klare Ausgangsbedingungen
Mensch plant, Mensch verwirklicht
Folgert daraus 'ne Bestimmung

Ums genauer zu sagen
Es wird so getan
Als wär das Experiment
Bis ins Detail geplant

Und des Weiteren will Mensch schließen
Aufs Allgemeine,
Pataphysisch gesprochen
Interessiert das nicht im Kleinsten

Das ist ennui pur,
Von Faszination keine Spur
Mensch entdeckt etwas Banales
Behauptet dann es sei Natur

Mich interessiert das nicht
Im besten Fall verwirrt es mich
Doch in Wirklichkeit bedeutet das für mich nichts
So lange ich nichts bauen will

Methoden sind Macht,
Das ist wahr? Könnte sein!
Doch was kümmerts mich wie`n Apfel fällt
Wenn ich nur schreiben will

Ich will reime machen
Und dann wieder verschwinden,
nenne das statt ex-  nun
ix-perimentell

Ob er damit auf den Punkt getroffen hab, was ich sagen will, weiß ich nicht. Ich kann's gerade nicht besser sagen- vielleicht morgen.

Bilder von Gigo Propaganda: gigopropaganda.com

Di, 04.05.2010 1

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Kommentare

Es spekuliert sich

Es spekuliert sich leichterhand mit einer derartigen Entschiedeheit darüber, ob einige Überlegungen die bisher zum Thema angestellt worden sind, nun nicht doch ausreichen könnten, um die diesseitige Situation in einer Weise zu beheben, dass all das, was bisher über die eben beschriebene Situation gesagt worden ist, sich zyklisch in eine ähnlich, aber doch auf besondere Weise anders geartete, Wirklichkeit flüchten kann, könnte ,oder sollte. Wir hingegen sehen das nicht so.

Über den Autor

27.02.2010

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